Der Grund "Montag" für ein trostloses Leben

 

Ja, ich kenne schlechte Tage.

Manchmal fallen sie tatsächlich auf einen Montag. Doch die geäusserten Meinungen in den sozialen Netzwerken, dass der Montag mal wieder unangebracht und öde ist, empfinde ich etwas aufdringlich. Der «Montag» als ansteckende Krankheit also.

Wenn das so sein soll: Was ist denn an einem Dienstag besser?

 

 

Ich will in den Tag hineinleben, egal, ob er als lauschiger Samstag oder reizender Mittwoch verpackt ist. Beinahe so wie im Klinikalltag. Der Wochenzyklus ohne Zeitgefühl. Einfach mal nicht in den Fängen der Wochenspirale sein, welche die Gesellschaft vorzugeben scheint. Meinen eigenen Rhythmus finden und jedem Wochentag ein ganz bisschen Leben schenken.

Jetzt.

Und nicht erst, wenn ich in Rente bin (keine IV, sondern dann, später, mit siebzig Jahren).

 

Ich will keine «Crisis» in der «Midlife» produzieren, weil mir einfällt, das Leben an meinen Bedürfnissen vorbei gelebt zu haben.

Ich will nicht erst mit Sport beginnen, wenn mich der Arzt wegen besorgniserregenden Blutwerten unter Druck setzt.

Keine Entscheidungen zum Zeitpunkt treffen, wenn die Situation bereits von Dramatik geschwängert ist.

Und vor allem will ich nicht den Grund "Montag" nennen, weshalb ich unglücklich bin.

Nö.

Däumchendrehend auf meinen Herzinfarkt zu warten ist nicht so meins.

 

Ich kenne meine Werte. Und möchte meinen Lebensstil danach ausrichten.

Ich will nicht Tage, Wochen oder sogar Jahre damit verbringen, auf den richtigen Zeitpunkt zu warten.

Es gibt keinen richtigen Zeitpunkt.

Das Gehirn ist nicht dazu gemacht.

Es will gefordert werden, es will aktiv sein, es will lernen. Es sucht nach persönlichen Glücksquellen und möchte diese zum lebendigen Blubbern bringen.

 

Klingt nett, ich weiss. Doch oft sitzt der innere Schweinehund mürrisch zwischen mir und meiner Vorstellung. 

Ja, es wäre schon cool, wenn mir das Leben den Trüffel an’s Bett servieren würde.

Es wäre auch cool, wenn Schokolade Vitamin C enthalten würde.

Aber so ist’s nun mal nicht.

Zumindest nicht in meinem Leben.

 

Ich darf mir den Trüffel selbst ausbuddeln.

Nur ich weiss tief in mir drin, an welchem Ort er auf mich wartet und entdeckt werden möchte. 

 

Da wären wir wieder bei den eigenen Träumen - sie zeigen deutlich auf, was wir toll finden.

Und vor allem sind die Träume Wirklichkeit – in einer Welt ohne Ausreden.

 

Die meisten Antworten lassen sich in Taten finden.

Nicht im Fingernägelkauen.

Und vielleicht sogar an einem ganz normalen Montag.

 

In diesem Sinne

Bleib dran – und lassen wir es tun!

 

Noémie

 

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Noémie erzählt - aus ihrem Leben.

Der Blog für den Weg des Gesundens bei emotionaler Instabilität und Depressionen.


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